Geschichte der Bewusstseinsforschung

Jede junge Disziplin braucht ihre Geschichte. Jedes Wissen um die eigene Geschichte fördert das Bewusstsein über das was man ist. Wo kommt die Bewusstseinsforschung her, was sind ihre Wurzeln? Manche Bewusstseinsforscher haben sich nicht nur mit dem Bewusstsein befasst, sondern auch mit der Menschheitsgeschichte und ihrem Bewusstsein. Beides werden Inhalte dieser Vorlesung sein. Dazu werden wir uns sowohl Wiener und europäischen Wissenschaftlern als auch amerikanischen und östlichen Vordenkern widmen. Die genaue Beschreibung der Abende findet ihr unter der Beschreibung der Termine.
 

LVA-Typ: 
Vorlesung
Anmeldung: 
Keine Anmeldung
Lecturer: 
laufend: 
ja
Termine: 

Bewusstsein und Zeit

Zeit ist ebenso ein Mysterium wie das Bewusstsein, doch gerade deswegen haben sie eine sehr enge Beziehung zueinander. Die Menge eines bewussten Inhalts geht mit einer Aufmerksamkeit einher. Die Aufmerksamkeit richtet sich nach dem Moment. Was aber, wenn sich unsere Aufmerksamkeit in die Vergangenheit richtet? Welches Verhältnis besteht zwischen der Vergangenheit, unserem Bewusstsein und dem bewussten Inhalt. Und welchen Beitrag haben BewusstseinforscherInnen im weiteren Sinn dazu geleistet? Diesen Fragen widmen wir uns zum Einstieg in die spannende Geschichte der Bewusstseinsforschung.

Date (from-to): 
Donnerstag, 16 März, 2017 -
20:00 to 21:30
Raum: 
Kleiner Gruppenraum
Vortragende(r): 
Daniel Dick, MA

Jean Gebsers Konzeption der Bewusstseinsstrukturen

Bewusstsein bedeutet Wandlung. Das ist die zentrale Einsicht von Jean Gebser (1905–1973), die er mit seiner Konzeption der Bewusstseinsstrukturen verdeutlicht. Sie liegt seinem Hauptwerk „Ursprung und Gegenwart“ (1949/53) zugrunde, das einen ins Offene weisenden Bewusstwerdungsprozess beschreibt

Date (from-to): 
Donnerstag, 30 März, 2017 -
20:00 to 21:30
Raum: 
Kleiner Gruppenraum
Vortragende(r): 
Priv. Doz. Dr. Mag. Elmar Schübl

Stufen der Bewusstseinsforschung

Eine Reihe von Modellen wurden entwickelt, die von Stufen des Bewusstseins bis zu Dimensionen des Bewusstseins führten.Welches Bewusstsein hat ein anderes zur Voraussetzung? Gibt es eine Evolution des Bewusstseins? P. Lévy (anthropologische Räume), C. Graves (Werte) und viele Weitere zeigen eine Evolution des menschlichen Bewusstseins mit erstaunlichen Parallelen auf. An diesem Abend werden einige Konzepte  der Vergangenheit vorgestellt und eine Zukunft diskutiert.

Date (from-to): 
Donnerstag, 6 April, 2017 -
20:00 to 21:30
Raum: 
Kleiner Gruppenraum
Vortragende(r): 
Daniel Dick, MA

Europäische Bewusstseinsgeschichte aus Gebsers Perspektive

Gebsers Konzeption der Bewusstseinsstrukturen verdeutlicht die Historizität des menschlichen Bewusstseins. Sie ist für den persönlichen Bewusstwerdungsprozess relevant und erlaubt zugleich Einblicke in Bedeutungszusammenhänge der Menschheitsgeschichte. Das wird am Beispiel der europäischen Geistes- und Kulturgeschichte gezeigt.

Date (from-to): 
Donnerstag, 27 April, 2017 -
20:00 to 21:30
Raum: 
Kleiner Gruppenraum
Vortragende(r): 
Priv. Doz. Dr. Mag. Elmar Schübl

Eine östliche Geschichte der Bewusstseinsforschung

Die Frage der modernen Bewusstseinsforschung nach ihren außereuropäischen Vordenkern impliziert sowohl Kontinuität als auch Diskontinuität: Wo beginnt die europäische und wo endet die außereuropäische Bewusstseinsforschung?
Dieser Abend widmet sich also den (inter)disziplinären und paradigmatischen Voraussetzung für das Einbeziehen außereuropäischer Kulturen und Traditionen in die moderne Erforschung des Bewusstseins, unter der besonderen Berücksichtigung der kontemplativen Traditionen Südasiens und aus einem historisch-kulturwissenschaftlichen Blickwinkel.
Anhand dieser Traditionen und deren wissenschaftlichen Erforschung wird exemplarisch den folgenden Fragen nachgegangen: Welche Kontakte und Berührungspunkte gab und gibt es zwischen „Westen“ und „Osten“ hinsichtlich dem Thema Bewusstsein? In welchen Teilgebieten der Bewusstseinsforschung gibt es bereits Einflüsse außereuropäischer Traditionen, und wie lassen sich diese interpretieren, verstehen und erklären? Was ist das Potential der Bewusstseinsforschung für diese Traditionen und was ist das Potential dieser Traditionen für die Bewusstseinsforschung?

Vortragender ist Mag. Dennis Johnson, Tibetologe und Buddhismuskundler und Bibliothekar an der Fachbereichsbibliothek Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde der Universität Wien.

Date (from-to): 
Donnerstag, 4 Mai, 2017 -
20:00 to 21:30
Raum: 
Kleiner Gruppenraum
Vortragende(r): 
Mag. Dennis Johnson

Das Bewusstsein und das Unbewusste – C. G. Jungs Typologie

C. G. Jung (1875–1961) zählt zu den Pionieren der Tiefenpsychologie. Er hat mit seinem Werk „Psychologische Typen“ (1921) einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsforschung geleistet. Das typologische Strukturmodell von Individualität erlaubt tiefe Einblicke in die Funktionsweise des Bewusstseins.

Date (from-to): 
Donnerstag, 11 Mai, 2017 -
20:00 to 21:30
Raum: 
Kleiner Gruppenraum
Vortragende(r): 
Priv. Doz. Dr. Mag. Elmar Schübl

Die Lebenswerke von C. G. Jung und J. Gebser aus typologischer Sicht

Carl Gustav Jung und Jean Gebser zählen zu den Klassikern der Bewusstseinsforschung im 20. Jahrhundert. Ihre Lebenswerke weisen Parallelen, aber auch Differenzen auf, die aus einer hermeneutisch-typologischen Perspektive in den Blick genommen werden.

Date (from-to): 
Donnerstag, 1 Juni, 2017 -
20:00 to 21:30
Raum: 
Kleiner Gruppenraum
Vortragende(r): 
Priv. Doz. Dr. Mag. Elmar Schübl

enfällt

Date (from-to): 
Donnerstag, 8 Juni, 2017 -
20:00 to 21:30
Raum: 
Kleiner Gruppenraum